SCN besiegt Neukölln und erwartet Cannstatt

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Geschrieben von Matthias Roth Zugriffe: 1774

SC Neustadt vs. SG Neukölln Berlin 9:7 (1:1/1:2/4:0/3:4)
SC Neustadt vs. SV Cannstatt -:- ()

Nach zwölf von 14 Spielen in der Hauptrunde der DWL weist der SC Neustadt in der B-Gruppe eine komplett ausgeglichene Bilanz auf, bei sechs Siegen und sechs Niederlagen und einem Torverhältnis von 106:106 bedeutet das momentan Rang 5. Zu wenig für die Pfälzer, die sich zumindest noch den 4.Platz sichern wollen, um an den Pre-Playoffs teilnehmen zu dürfen und sich eine bessere Ausgangssituation in Bezug auf mehr Heimspiele zu erarbeiten.

Gegen die Spielgemeinschaft Neukölln aus Berlin ist dazu am vergangenen Wochenende ein weiterer Schritt geglückt, beim 9:7-Heimerfolg blieben einmal mehr die Punkte im Stadionbad Neustadt. Allerdings war dies erneut ein hartes Stück Arbeit. Nach fünfminütigem Abtasten und viel Schwimmintensität setzte sich der Center der Gäste, ehemals bei Spandau Berlin, erstmals durch. Markovic erzielte das 0:1 und sorgte für viel Wirbel im Angriffsstrudel der Berliner.
Luka Kolar gelang kurz vor dem Viertelende noch der 1:1-Ausgleich.

Auch im zweiten Viertel gab es ein Auf und Ab. Mit oder ohne Vereinsbrille waren die Neuköllner in diesem Abschnitt die bessere Mannschaft, bei effektiverer Chancenverwertung hätte es bereits 1:5 stehen können. So aber gab es einen Treffer von Matthias Held in Überzahl nach genommener Auszeit zum 2:1 (12.). Torwart Luka Sucic wurde bei einer riskanten Rettungsaktion Richtung Ecke mit einer Hinausstellung bedacht, kam dieser nicht nach und erzeugte einen Strafwurf. Da er trotzdem in die Strafzone musste, rückte kurz Karlo Erak zwischen die Pfosten, blieb beim 2:2-Ausgleich jedoch chancenlos. Zwischen weiteren Wasserverweisen auf beiden Seiten gelang es den Gästen zum 2:3 zu treffen und damit in die Pause zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel drehte jedoch zunächst Kevin Oliveira mit zwei Treffern die Partie zugunsten seiner Mannschaft zum 4:3 (19.), ehe Martin Görge und Erak auf 6:3 (24.) erhöhten. Als Kolar einen Strafwurf zum 7:3 (25.) nutzte, schien die Partie schon fast entschieden und Neukölln stand noch immer bei drei mickrigen Toren, obwohl sie sich wie bereits angesprochen zahlreiche Torchancen erarbeiteten. Bis zum Treffer zum 7:4 waren sie ganze elf Spielminuten ohne eigenen Treffer geblieben. Doch in der 30.Spielminute stand es auf einmal 7:7, die Gäste wussten nun auch ihre kleineren Chancen zu verwerten. Der ein oder andere Neustadter Zuschauer sah manche Entscheidungen der Schiedsrichter als Begründung dafür, doch hätte man sich letzten Endes an die eigene Nase fassen müssen.

Dass die Neustadter sich wenige Minuten später, es war bereits gegen 19:20 Uhr, doch freuen durften, war dem Umstand geschuldet, dass ein wenig Glück mit wiegte und die Partie für die Heimmannschaft entschied. Ein Freiwurf Kolars nach abgelaufener Überzahl rutschte ins Berliner Gehäuse, die wiederum eine weitere Überzahl für sich nicht nutzen konnten.
Sekunden vor Spielende sorgte ein weiterer Ausschluss dafür, dass Fernando Mongrell unbehindert und auf die Zeit schauend problemlos zum 9:7-Endstand einwarf und das Moby Dick einmal mehr in eine Festung und ein Tollhaus verwandelte.

Nichts neues, dass Luka Kolar unter Beobachtung seines Bruders zum „Spieler des Tages“ gewählt wurde. Neu ist, dass er nun mit einem 3-Tore-Schnitt die Torschützenliste der B-Gruppe der DWL anführt. Für den SCN ist es ein unsicherer Blick auf die Tabelle, zwei Punkte fehlen auf die Plätze 3 und 4, wobei die dort platzierten Mannschaften aus Wedding und Duisburg noch ein Spiel weniger absolviert haben und an den verbleibenden beiden Spieltagen einmal doppelt gefordert sein werden. In der A-Gruppe ist die Hauptrunde aufgrund des Olympia-Qualifikationsturniers schon beendet, sodass Prognosen auf die Begegnungen in den Überkreuzduellen der Pre-Playoffs bereits möglich sind.
Für die Neustadter gilt es erstmal, die eigenen Hausaufgaben zu machen und gegen den Tabellensiebten Cannstatt zuhause und gegen den Tabellenachten Fulda auswärts die maximal noch zu erreichenden Punkte einzufahren. Ansonsten könnte der mit zwei Punkten zurück in Lauerstellung liegende SV Weiden doch wieder vorbeiziehen.
Es bleibt also spannend, wenn am Samstag der Schwimmverein Cannstatt 1898 in der Pfalz seine diesjährige Visitenkarte abgibt, das Anschwimmen erfolgt wie gewohnt um 18:00 Uhr.

So spielten Sie:
Sucic (TW) - Ehrenklau (C), Oliveira (2), Glaser, Mosashvili, Tummings, Mongrell (1), Erak (1), Kolar (3), O. Görge, M. Görge (1), Ulrich, Held (1).
Spieler des Tages: Luka Kolar

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